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	<title>Biomechanik Archive - Fuß-Schule München - Die Kunst des Gehens</title>
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	<title>Biomechanik Archive - Fuß-Schule München - Die Kunst des Gehens</title>
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		<title>Wie alles begann</title>
		<link>https://www.fussschule.com/wie-alles-begann</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Rogall]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 May 2024 15:07:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biomechanik]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Entwicklung Ihrer Fähigkeit zum aufrechten Gang fing im Bauch Ihrer Mutter an. Drei Monate nach Ihrer Zeugung besaßen Sie alle körperlichen Strukturen, ein Nervensystem zur Steuerung und Wahrnehmung und den dazugehörigen Stoffwechsel aller Zellen und Organe. Sie rollten und drehten sich, schlugen Purzelbäume, begriffen Ihren Körper und Ihre Umgebung mit Händen und Füßen. Die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entwicklung Ihrer Fähigkeit zum aufrechten Gang fing im Bauch Ihrer Mutter an. Drei Monate nach Ihrer Zeugung besaßen Sie alle körperlichen Strukturen, ein Nervensystem zur Steuerung <span id="more-5478"></span>und Wahrnehmung und den dazugehörigen Stoffwechsel aller Zellen und Organe. Sie rollten und drehten sich, schlugen Purzelbäume, begriffen Ihren Körper und Ihre Umgebung mit Händen und Füßen. Die Bewegung ließ Ihr Gehirn Erfahrungen sammeln und lernen. Die in der Bewegung wirkenden Kräfte formten Ihren Körper. Sie konnten außerdem auf Ihr ererbtes genetisches Wissen bauen.<br />
Sie genossen die wunderbare Leichtigkeit des Körpers im Fruchtwasser Ihrer Mutter und entwickelten schon erste erstaunliche Anlagen. Nach neun Monaten beschlossen Sie, dass es Zeit war für neue Abenteuer. Im besten Fall brachten Sie während der Geburt Ihr ganzes bisher erworbenes Bewegungsrepertoire zum Einsatz, beugten und streckten sich, verschraubten Ihren Körper, bis Sie das Licht der Welt erblickten.</p>
<p><b style="color: #000000;">Die ersten Schritte</b></p>
<p>Mit etwa ein bis eineinhalb Jahren war es so weit: Sie standen auf wackligen O-Beinen und mit starkem Hohlkreuz und Sie hielten sich meistens noch fest, um nicht nach hinten oder vorn zu kippen. Sie wagten Ihre ersten Schritte. Wenn Sie versuchten, einen Fuß anzuheben, waren Sie vor weitere erstaunliche Probleme gestellt. Sie mussten Ihren Körper nach vorn verlagern, um einen Schritt zu tun. Das barg die Gefahr, nach vorn zu stürzen. Der Schwerpunkt Ihres Körpers befand sich zu allem Überfluss in der Mitte zwischen beiden Füßen. Sie mussten demnach beim Anheben eines Fußes aus dem Gleichgewicht kommen, denn es stand kein Fuß direkt unter dem Schwerpunkt Ihres Körperlots. Was hatte sich die Natur nur dabei gedacht?</p>
<p><a href="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2024/05/Wie-alles-begann.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-5481" src="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2024/05/Wie-alles-begann.jpg" alt="" width="800" height="1125" srcset="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2024/05/Wie-alles-begann.jpg 800w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2024/05/Wie-alles-begann-213x300.jpg 213w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2024/05/Wie-alles-begann-732x1030.jpg 732w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2024/05/Wie-alles-begann-768x1080.jpg 768w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2024/05/Wie-alles-begann-501x705.jpg 501w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Je älter Sie wurden, desto höher wurde Ihr Fußgewölbe auf der Innenseite und nur die Außenseite Ihres Fußes hielt von der Ferse bis zur kleinen Zehe gut den Bodenkontakt. Ausgerechnet auf der Innenseite, die dem Lot des Körperschwerpunktes noch am nächsten ist, gibt es weniger Bodenkontakt und mit jedem Schritt, auch heute noch, droht Ihr Fuß nach innen zu kippen! Wie lösten Sie diese kniffligen Probleme?</p>
<p><b style="color: #000000;">Entwicklung des Gangs</b></p>
<p>Am Anfang balancierten Sie Ihren Körper schnell über den stehenden Fuß nach außen. Das führte dazu, dass Sie mit dem Oberkörper ins Wanken gerieten. Letztendlich haben Sie diese Schwierigkeiten jedoch gemeistert. Alle Ihre Erfahrungen, alles, was Sie über das Gehen gelernt haben, sind in Ihrem Körper und Ihrem Nervensystem gespeichert. Das Gehen scheint mittlerweile für Sie eine Selbstverständlichkeit zu sein. Nur wenn Sie Schmerzen verspüren und nicht gehen können, wird Ihnen bewusst, wie kompliziert das Gehen ist.</p>
<p><a href="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2024/05/Schritt.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-5482 alignnone" src="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2024/05/Schritt.jpg" alt="Schritt" width="600" height="900" srcset="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2024/05/Schritt.jpg 600w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2024/05/Schritt-200x300.jpg 200w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2024/05/Schritt-470x705.jpg 470w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>Der Fuß hat im Laufe der Evolution einige erstaunliche Wandlungen durchgemacht. Er hat sich vom Greif- zum Stütz- und Fortbewegungsorgan entwickelt. 28 Knochen sind mit über 33 Gelenken verbunden, viele Bänder und Muskeln mit ihren starken Sehnen sorgen für Beweglichkeit und Halt. Ihr Fuß ist im Vergleich zu den Knochen Ihres Schädels sehr anpassungsfähig und elastisch – und doch im richtigen Moment stabil.</p>
<p>Dank einer Vielzahl von Nerven ist Ihr Fuß aber auch ein sehr sensibles Organ. Es können Druck, Dehnungszustand der Muskulatur, der Sehnen und Bänder gefühlt werden. Vor allem, wenn der Fuß nackt ist, kann er Unebenheiten erkennen, einen weichen von einem harten Untergrund, warm von kalt oder spitz von stumpf unterscheiden.</p>
<p><b style="color: #000000;">Der Fuß als Spiegel der Körperkoordination</b></p>
<p>Beim Gehen ist der Fuß Ihre einzige Verbindung zum Boden. Ihr Gehirn bekommt durch die Rezeptoren der Fußsohle, ähnlich wie beim Greifen Ihrer Hand, eine Rückmeldung. Ihre Hand vermittelt Ihnen Informationen über Gewicht und Beschaffenheit von Materialien. Die wichtigste Information, die Ihnen Ihre Füße zur Verfügung stellen, betrifft die Stabilität und Balance Ihres Auftretens. Ihre Füße können Ihnen sagen, welchen Eindruck oder Abdruck Sie auf dem Boden hinterlassen und wie kraftvoll Sie sich wieder von alten Standpunkten lösen können. Ihr Fuß kann für Ihr Gehirn während des Gehens wie ein Spiegel für die gesamte Körperkoordination sein. Auf dem Boden angelangt, wird deutlich, wie Ihr Höhenflug gelaufen ist. Waren Sie zielgerichtet und klar in Ihrem Bewegungsablauf? Oder passt die Koordination Ihrer verschiedenen Körperteile nicht so recht zusammen? Ihre Fußfühler werden es Ihrem Gehirn melden, wenn Ihr Fuß wackelt oder ungleichmäßig belastet ist. Der Grund für die Instabilität liegt dann in erster Linie nicht in Ihrem Fuß, sondern in der Art und Weise, wie das Körpergewicht, Ihr Körperschwerpunkt, über den Füßen bewegt wird. Ihr Fuß hat nur noch geringe Einflussmöglichkeiten.</p>
<p>Deshalb arbeiten wir in der Fuß-Schule München intensiv und ganz individuell mit Ihnen an Ihrem Gangbild. In unseren großen Räumen können Sie in Kursen oder in der Einzeltherapie mit unserer physiotherapeutischen Unterstützung Zusammenhänge verstehen, neue Bewegungsmuster ausprobieren und ein günstiges Gangbild einüben. Wir freuen uns auf Sie!</p>
<p><strong>Ihr Thomas Rogall</strong></p>
<p><em>Dieser Text ist ein Auszug aus meinem ersten Buch „Die Kunst des Gehens – Schritt für Schritt zu gesunden Füßen“, welches 2011 im Nymphenburger Verlag erschienen ist.</em></p>
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		<item>
		<title>Tensegrität (engl. Tensegrity)</title>
		<link>https://www.fussschule.com/tensegritaet-engl-tensegrity</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Rogall]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2020 11:42:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biomechanik]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diesmal möchte ich Sie auf eine Reise zur Entstehung und zur räumlichen Organisation Ihres Körpers einladen. Durch Ihr gewonnenes Verständnis können Sie sich aktiv an der Gesunderhaltung Ihres Körpers beteiligen. Das theoretische Wissen dient unseren Physiotherapeuten in der Fuß-Schule München als Grundlage für unser Behandlungskonzept „Die Kunst des Gehens“. Wachstum und räumliche Organisation Sie sind [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal möchte ich Sie auf eine Reise zur Entstehung und zur räumlichen Organisation Ihres Körpers einladen. Durch Ihr gewonnenes Verständnis können Sie <span id="more-3457"></span>sich aktiv an der Gesunderhaltung Ihres Körpers beteiligen. Das theoretische Wissen dient unseren Physiotherapeuten in der Fuß-Schule München als Grundlage für unser Behandlungskonzept „Die Kunst des Gehens“.</p>
<h4><b>Wachstum und räumliche Organisation</b></h4>
<p>Sie sind kein aus Metall und Plastik gefertigtes Industrieprodukt, welches von einem Konstrukteur entwickelt und dann in seinen Einzelteilen verbunden wurde. Sie sind aus der Verschmelzung einer Ei- mit einer Samenzelle entstanden. In der Wachstumsphase als Embryo und auch später als Kind haben sich die Zellen in einer riesigen Anzahl vermehrt und durch räumliche Wandlungsprozesse, ähnlich dem Bau eines Papierschiffchens, durch Aus- und Umstülpungsprozesse organisiert. Ihre Arme sind beispielsweise aus dem oberen Rumpf, Ihre Beine aus der unteren Rumpfhälfte, aus Bauch und Becken, hervorgewachsen.</p>
<p>Um Ihre Extremitäten und Ihren ganzen Körper im dreidimensionalen Raum bewegen zu können, hat sich ein aus vielen Knochen, Gelenken, Muskeln und Bindegewebszügen bestehendes Bewegungssystem entwickelt. Wie aber interagiert dieses System mit den physikalischen Kräften wie Schwerkraft, Bodenreaktionskraft, Massenträgheit und in der Bewegung auftretenden Brems- und Beschleunigungskräften?</p>
<h4><b>Tensegrität oder die räumliche Organisation von Gewebe</b></h4>
<p>Ich möchte Sie zur Beantwortung dieser Frage mit einem noch sehr neuen Begriff vertraut machen: Tensegrität, oder in seiner ursprünglichen aus dem englischen Wörtern „tens“ (Zugspannung) und „integrity“ (Ganzheit, Einheit) gebildeten Form „tensegrity“. In flüssigkeitsgefüllten Körpern, die zum größten Teil aus Weichteilen wie Muskulatur und Bindegewebe bestehen, gelten die seit dem 17. Jahrhundert angenommenen biomechanischen Gesetze nur eingeschränkt. Wir können unseren Körper nicht mit einem Klötzchen auf Klötzchen aufgestellten Turm vergleichen, an dem &#8211; ähnlich einem Kran &#8211; mit Flaschenzügen (Muskeln und Sehnen) Lasten, wie unsere Arme und Beine, bewegt werden.</p>
<p>Dieser Denkansatz kann uns weder die Aufrichtung noch die Bewegungsabläufe beim Gehen zufriedenstellend erklären, da die Kräfte für unsere Muskeln in der Bewegung zu groß sind. Anstatt unseren Körper mit einem aus festen Bestandteilen zusammen gesetzten Turm oder einem Kran zu vergleichen, beruht der Zusammenhalt unseres Körpers nicht auf dem Aufeinandersetzen der Knochen unter Druck, sondern aus dem Gleichgewicht der Zugspannungskräfte von Muskulatur und Bindegewebe – der Tensegrität.</p>
<p>Unser Skelett ist kein stabiler Rahmen, an dem die Muskeln aufgehängt sind. Unser Körper ist ein unter Zugspannung stehendes, dreidimensionales Netzwerk, in dem die druckstabilen Knochen in den Gelenken unter Zug der Weichteile gehalten werden. Die gelenkbildenden Knochen, stehen nicht mit Druck aufeinander. Sie werden bei guter Körperkoordination, gutem Stoffwechsel und Gewebezustand der Muskulatur und des Bindegewebes unter Zug gehalten. Deshalb kann jede Verletzung der Weichteile durch Narbenbildung, wie sie immer bei Operationen erfolgt, in der Nachfolge über längere Zeit durch mangelnde Zugspannung auch eine Schädigung der Gelenke verursachen. Deshalb ist jede mögliche konservative Behandlung nicht absolut nötigen operativen Eingriffen vorzuziehen.</p>
<p><b style="color: #000000;">Das Modell der Tensegrität</b><br />
Hier sehen Sie ein Modell der Tensegrität der Wirbelsäule:</p>
<p><a href="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Modell-T-2.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-3453" src="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Modell-T-2.jpg" alt="Modell der Tensegrität" width="600" height="768" srcset="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Modell-T-2.jpg 600w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Modell-T-2-234x300.jpg 234w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Modell-T-2-551x705.jpg 551w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Modell-T-2-450x576.jpg 450w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p>Die runden Holzkörper sind dem Aufbau der Wirbelkörper vergleichbar. Die Fortsätze sind durch elastische Gummibänder, die Zug ausüben, miteinander verbunden. Beachten Sie im Bild die Reaktion der oberen drei Holzkörper. Sie werden aufgrund der Anordnung der unter Zug stehenden Bänder gegen die Schwerkraftrichtung auf Abstand gehalten. Sie liegen nicht aufeinander. Das System der Tensegrität wandelt den Druck der einwirkenden Schwerkraft in Zugspannung.</p>
<p><b style="color: #000000;">Bindegewebe und Muskulatur</b><br />
Die Zugspannung wird durch mehr oder weniger elastische oder straffe Fasern in Ihrem Körper gewährleistet. Fasern können von Zellen produziert werden oder sie sind Fortsätze von Zellen. Für die Bewegung Ihrer Gelenke bilden Muskel- und Bindegewebszellen mit ihren Fasern in ihrer Funktion eine Einheit, die der Steuerung Ihres Nervensystems unterliegt. Der Muskel ist von einer Bindegewebsfaszie (feine dünne Haut) umhüllt und an seinen Endpunkten mittels Sehnen, die ebenfalls zum Bindegewebe gezählt werden, befestigt. Dabei können sich nicht nur die Fasern der Muskelzellen verkürzen und verlängern, sondern auch Ihre Sehnen.</p>
<p>Untersuchungen in der Forschung zum Laufen und Gehen bei Tieren weisen darauf hin, dass für die ersten 2–3% der Längenänderung aufgrund der Elastizität der Sehnen wenig Kraft von Nöten ist. Die nächsten 2–3% Längenänderung entstehen durch eine lineare Zunahme der Zugkraft. Die Sehne gleicht dabei einem mehr oder weniger elastischen Gummizug und hat deshalb auch eine Energiespeicherkapazität.</p>
<p><b style="color: #000000;">Was passiert beim Gehen?</b><br />
Bei einer guten Körperkoordination kommt es durch den Bodenkontakt des abbremsenden Fußes und der gleichzeitigen Vorwärtsbewegung des Körpers über dem stehenden Fuß zu einer Winkelveränderung in der Stellung der Fuß- und Beingelenke, jedoch nicht zu einer Längenänderung der aktivierten Muskulatur. Das bedeutet, dass beim Gehen die Muskeln zwar angespannt werden, diese Spannung wird aber genutzt, um die Sehne, welche die Funktion eines elastischen Gummibandes hat, vorzuspannen. Der größte Teil des Abstoßes wird dann aus der Energie hervorgebracht, welche die Sehnen während der Vorwärtsbewegung des Körpers über den stehenden Fuß in Spannung versetzt.</p>
<p>Dadurch gelingt es, die Leistung zu optimieren und gleichzeitig die Muskelarbeit zu minimieren. Sie können mit wenig Energieverbrauch der Muskelzellen gehen. Durch die, Schritt für Schritt, andauernde Wiederholung dieses Prozesses beim Gehen entsteht eine Schwingung in jedem Gewebe. Diese Schwingung lässt den Raum größer oder kleiner werden. Es wird Druck in Zug und Zug in Druck umgewandelt. Eigenzellschwingung und äußere Schwingung können sich bei guter zeitlicher und räumlicher Koordination ergänzen. Es entstehen aufeinander abgestimmte Schwingungsmuster.</p>
<h4><b>Der Verlust der Tensegrität</b></h4>
<p>Bei schlechter Koordination führen chaotische Schwingungen ohne gezielte Richtung in unseren verschiedenen Körpergeweben zu unterschiedlichen Reaktionen. In Teilen der Muskulatur entstehen über den dauerhaft erhöhten Energiebedarf Verspannung und Härtung. Im Bindegewebe findet ein Umbauprozess zu Stellen mit Verfilzung und zu vielen Fasern, und Stellen mit einem Zuviel an Flüssigkeit und zu wenigen Fasern statt &#8211; und in der Folge zu einem Verlust der beschriebenen Zugspannungsfähigkeit.</p>
<p>In den Knochen kommt es ebenfalls zu Umbauprozessen, insbesondere an den Gelenkenden der Knochen wird durch die erhöhte Druckauslösung, durch den Verlust der Tensegrität, ein Anbau von Knochenmaterial sichtbar. Längerfristig sind von all diesen Veränderungen zu Ihrem Nachteil vor allem Ihre Gelenke betroffen: Sie verlieren durch den erhöhten Druck nach und nach den schützenden hyalinen Knorpelüberzug und können dadurch in Ihrer Funktion eingeschränkt werden.</p>
<h4><b>Die Behandlung in der Fuß-Schule München</b></h4>
<p>In der Fuß-Schule München bekommen Sie auf vielfältige und langfristige Weise therapeutische Unterstützung und „Hilfe zur Selbsthilfe“. Durch die Vermittlung unseres Konzeptes „Die Kunst des Gehens“ in unseren Seminaren und Trainingsgruppen entwickeln Sie ein Verständnis für die räumliche und zeitliche Koordination Ihres Körpers bei der größten alltäglichen Belastung – dem Gehen. Dies führt bei allen Krankheitssymptomen der Füße und Beine zu einer langfristigen Verbesserung.</p>
<p>Aber auch bei allen anderen Gelenkbeschwerden an Becken, Wirbelsäule oder Schultern, Armen und Händen, kommt Ihnen unsere Arbeit zu Gute. Neben dem Gehen ist auch die Schulung aller anderen oft wiederholten Bewegungsabläufe bei Arbeit, Sport und Spiel im Fokus der Fuß-Schule München.</p>
<p>In unserer physiotherapeutischen fünfzigminütigen Einzeltherapie erarbeiten wir mit Ihnen einen Behandlungsplan, um die Hauptursachen von funktionellen Problemen und Schmerzen, Ihrer Art und Weise der Bewegung, in den Griff zu bekommen. Neben der Koordinationsschulung erhalten Sie Dehnungs- und Kräftigungsübungen zur Integration in Ihren Alltag. Durch physiotherapeutische Anwendungen in der Fuß-Schule, durch die Anwendung von sanfter manueller Mobilisation und Massage und vor allem durch die Entspannung der Muskulatur durch <a href="https://www.fussschule.com/was-ist-matrix-rhythmus-therapie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Matrix-Rhythmus-Therapie</a> können wir nachhaltig Muskel- und Bindegewebsveränderungen beeinflussen und verbessern.</p>
<p><a href="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Matrix-ganz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-3454" src="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Matrix-ganz.jpg" alt="" width="901" height="600" srcset="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Matrix-ganz.jpg 901w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Matrix-ganz-300x200.jpg 300w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Matrix-ganz-768x511.jpg 768w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Matrix-ganz-705x469.jpg 705w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2020/03/Matrix-ganz-450x300.jpg 450w" sizes="(max-width: 901px) 100vw, 901px" /></a><br />
<em>Matrix-Rhythmus-Therapie zur Entspannung der Unterschenkelmuskulatur</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Was ist Spiraldynamik®?</title>
		<link>https://www.fussschule.com/was-ist-spiraldynamik</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Rogall]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Aug 2017 10:21:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biomechanik]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Spiraldynamik® ist ein anatomisch begründetes Konzept menschlicher Bewegungskoordination. Einfach ausgedrückt ist Spiraldynamik® eine dreidimensionale Gebrauchsanweisung für den eigenen Körper. Sie bildet den Mittelpunkt der pädagogischen und therapeutischen Arbeit der Fuß-Schule München mit unseren Patienten und Kursteilnehmern. Die Grundlagen des Konzeptes wurden von den beiden französischen Physiotherapeutinnen S. Piret und M. M. Beziers gelegt. Dr. Christian [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Spiraldynamik® ist ein anatomisch begründetes Konzept menschlicher Bewegungskoordination. Einfach ausgedrückt ist Spiraldynamik® eine dreidimensionale Gebrauchsanweisung für den eigenen Körper. <span id="more-1351"></span>Sie bildet den Mittelpunkt der pädagogischen und therapeutischen Arbeit der Fuß-Schule München mit unseren Patienten und Kursteilnehmern.</p>
<p>Die Grundlagen des Konzeptes wurden von den beiden französischen Physiotherapeutinnen S. Piret und M. M. Beziers gelegt. Dr. Christian Larsen und die Physiotherapeutin Yolande Deswart entwickelten das Konzept zur Reife und gaben ihm den Namen Spiraldynamik® als eingetragene Marke. Ich konnte ab 1995 die ersten Ausbildungskurse in München mit Dr. Larsen und Physiotherapeut Christian Heel, inzwischen Leiter der Ausbildungsakademie, besuchen.</p>
<p>Die Spirale definiert sich als die dreidimensionale Bewegung zweier Pole wie z. Bsp. Kopf und Becken oder Hüftbein und Fuß, zueinander. Sie ist das vorherrschende Raumprinzip und verwirklicht sich u. a. als doppelte Spirale &#8211; links- und rechts gedreht &#8211; in der Wirbelsäule. Machen Sie ein kleines eigenes Experiment: Beobachten Sie ihren greifenden Arm. Sehen Sie, welche Bewegung Ihr Unterarm im Vergleich zum Oberarm vollzieht?</p>
<h4><b>Das Prinzip der Spirale</b></h4>
<p><a href="http://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Handtuch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1250" src="http://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Handtuch-109x300.jpg" alt="Spirale" width="109" height="300" srcset="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Handtuch-109x300.jpg 109w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Handtuch-374x1030.jpg 374w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Handtuch-544x1500.jpg 544w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Handtuch-256x705.jpg 256w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Handtuch-362x999.jpg 362w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Handtuch.jpg 618w" sizes="(max-width: 109px) 100vw, 109px" /></a></p>
<p>Beim Gehen verwindet Ihr Körper mit jedem Schritt sukzessive Ihr Becken gegen jeden einzelnen Brustwirbel mit seinen Rippen. Ihr Brustkorb verschraubt sich genau gegensinnig und daraus resultiert Ihr Armpendel. Dies führt zu Gleichgewicht und Stabilität. Es ist ähnlich wie bei einem Handtuch das Sie auswinden. Das Handtuch, Ihr Körper, erhält Stabilität und speichert die Energie für den nächsten Schritt. Er entlädt sich und verschraubt sich zur anderen Seite.  Durch die Verschraubung Ihres Rumpfes, zwischen Becken und Brustkorb, werden alle Ihre Organe massiert.</p>
<p><a href="http://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Rotation.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1251 size-large" src="http://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Rotation-687x1030.jpg" alt="Rotation" width="687" height="1030" srcset="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Rotation-687x1030.jpg 687w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Rotation-200x300.jpg 200w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Rotation-768x1151.jpg 768w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Rotation-1000x1500.jpg 1000w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Rotation-470x705.jpg 470w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Rotation-450x675.jpg 450w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/06/Rotation.jpg 1418w" sizes="(max-width: 687px) 100vw, 687px" /></a></p>
<p>Die spiralige Verschraubung des Fußes entstand durch die dreidimensionale Drehung des Rückfußes zum Vorfuß um 90 Grad in die Senkrechte. Durch diesen genialen Dreh der Natur bildete sich unser Fußgewölbe. Das Gewölbe ist durch den spiraligen Aufbau elastisch und bei Belastung gleichzeitig stabil. Es passt sich Bodenunebenheiten und den unterschiedlichen Drucksituationen Ihres Fußes beim Gehen an.</p>
<p><a href="http://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-778 size-large" src="http://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation-1030x686.jpg" alt="" width="1030" height="686" srcset="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation-1030x686.jpg 1030w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation-300x200.jpg 300w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation-768x512.jpg 768w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation-705x470.jpg 705w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation-450x300.jpg 450w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation.jpg 1421w" sizes="(max-width: 1030px) 100vw, 1030px" /></a></p>
<p>Wir möchten Ihnen die spiraligen Verschraubungen in unserer Arbeit mit Ihnen erfahrbar machen, damit Sie Schmerzfreiheit, federnde Elastizität und kraftvolle Dynamik beim Gehen und allen anderen Bewegungen Ihres Körpers zurückgewinnen.</p>
<p><strong>Herzlich, Ihr Thomas Rogall</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.fussschule.com/was-ist-spiraldynamik">Was ist Spiraldynamik®?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.fussschule.com">Fuß-Schule München - Die Kunst des Gehens</a>.</p>
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		<title>Der Fuß – ein empfindliches Wahrnehmungsorgan</title>
		<link>https://www.fussschule.com/der-fuss-ein-empfindliches-wahrnehmungsorgan</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Rogall]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2017 11:19:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biomechanik]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Fuß ist Spiegel der Bewegung Ihres Körpers. Sie hinterlassen nicht nur einen Fußabdruck in weichem Boden. Auch im Fuß entsteht ein Abdruck der Bewegung Ihres belastenden Körpers, der Ihrem Nervensystem genaue Auskunft über Balance und Stabilität gibt. Der Fuß ist deshalb mit etwa 75.000 Nervenenden besetzt, die für die Steuerung der Bewegungen des Fußes, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fuß ist Spiegel der Bewegung Ihres Körpers. Sie hinterlassen nicht nur einen Fußabdruck in weichem Boden. Auch im Fuß entsteht ein Abdruck der Bewegung Ihres belastenden Körpers<span id="more-779"></span>, der Ihrem Nervensystem genaue Auskunft über Balance und Stabilität gibt. Der Fuß ist deshalb mit etwa 75.000 Nervenenden besetzt, die für die Steuerung der Bewegungen des Fußes, aber vor allem für die Wahrnehmung von Kälte, Wärme, Schmerz und Druck zuständig sind.</p>
<h4><b>Flexibilität und Stabilität</b></h4>
<p>Durch das Abbremsen bei der Landung des Fußes, besonders wenn Sie einen Berg hinuntergehen (bis zu einer Tonne bei schnellem Bergabgehen), und das Beschleunigen beim Abdruck wirken extrem hohe Kräfte. Ihr Körper (der zu 70 % aus Flüssigkeit besteht) und besonders der Fuß sind deshalb anpassungsfähig und elastisch. Er besitzt eine dicke Fettschicht zur Dämpfung auf der Unterseite und besteht aus 28 Knochen, die durch 33 Gelenke verbunden sind.</p>
<div id="attachment_777" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fussknochen-oben.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-777" class="wp-image-777 size-medium" src="http://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fussknochen-oben-300x200.jpg" alt="Fussknochen von oben" width="300" height="200" srcset="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fussknochen-oben-300x200.jpg 300w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fussknochen-oben-768x513.jpg 768w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fussknochen-oben-1030x688.jpg 1030w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fussknochen-oben-705x471.jpg 705w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fussknochen-oben-450x301.jpg 450w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fussknochen-oben.jpg 1420w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-777" class="wp-caption-text">Fußmodell: Erler Zimmer GmbH; Beschriftung: Nymphenburger Verlag</p></div>
<p>Um bei Belastung auch Stabilität zu bieten, besitzt der menschliche Fuß ein Gewölbe. Es entsteht durch die dreidimensionale Drehung der Knochen des Rückfußes zum Vorfuß um neunzig Grad in die Senkrechte und die Form der Keilbeine und keilförmigen Basen Ihrer Mittelfußknochen, die sich auf der Höhe Ihres Ristes, dem höchsten Punkt des Fußgewölbes, befinden.</p>
<div id="attachment_778" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-778" class="wp-image-778 size-medium" src="http://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation-300x200.jpg" width="300" height="200" srcset="https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation-300x200.jpg 300w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation-768x512.jpg 768w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation-1030x686.jpg 1030w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation-705x470.jpg 705w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation-450x300.jpg 450w, https://www.fussschule.com/wp-content/uploads/2017/02/Fuss-Rotation.jpg 1421w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-778" class="wp-caption-text">Fußmodell: Erler Zimmer GmbH; Beschriftung: Nymphenburger Verlag</p></div>
<p>Muskeln mit starken Sehnen und eine Vielzahl von Bändern und Faszien geben den Knochen des Gewölbes elastischen Halt.</p>
<h4><b>Die Landung des Fußes auf dem Boden</b></h4>
<p>Bei der stoßartigen Gewichtsaufnahme durch die Landung auf dem Boden gibt der Fuß ein wenig nach, wird größer und breiter. Der Druck wird durch das Bindegewebe (Sehnen, Bänder und Faszien) und Muskeln in Zug umgewandelt. Sie müssen trotz der großen Kräfte nur sehr wenig Muskelkraft aufwenden. Die Konstruktion des Fußgewölbes ist selbsttragend. Allerdings sollte Ihr Fußgewölbe während aller Schrittphasen gleichmäßig belastet werden, da es ansonsten seine Wirkung verliert und der Fuß sich mit den Jahren verformt. Stehen die kleinen Knochen Ihrer Füße ungünstig zueinander werden sich die kleinen Fußmuskeln und das dazugehörige Bindegewebe in einem gedehnten oder verkürzten Zustand befinden und ihre Funktion nur schlecht erfüllen. Die Ferse dient für den Fuß als „Steuerruder“ für die Belastung auf alle fünf Mittel- und Vorfußstrahlen mit den Zehen. Die Belastung des Fußes sollte bei der Bewegung des Körpers über dem Fuß immer zentriert auf alle Punkte der Fußsohle einwirken. Die Ferse darf nicht nach innen oder außen drehen und kippen (z. Bsp. Knick-Senk-Spreizfuß oder Hohlfuß).</p>
<h4><b>Die Instabilität des Fußes und ihre Folgen</b></h4>
<p>Der Grund für die Instabilität, kleine kurze „Wackler“ bzw. Kippbewegungen des Fußes, liegt an der Art und Weise, wie das Körpergewicht über den Füßen bewegt wird. Häufig kippt und dreht der Rückfuß mit der Ferse zu stark nach innen und der Außenrand des Fußes mit der kleinen Zehe am Ende wird zu wenig belastet. Die kleine Zehe ist dann nach Jahren oft unter die vierte Zehe geraten oder nach oben gehalten und an der großen Zehe kann sich ein Hallux valgus (Abweichung der großen Zehe zur zweiten Zehe) bilden. Die Ferse dient aber auch als Ansatz der Achillessehne mit ihrer Verbindung zur starken Wadenmuskulatur. Kippt und wackelt die Ferse können auch in den Sehnen und Muskeln des Unterschenkels Schmerzen auftreten, die entweder direkt zu einer Reizung der Sehnen führen oder in den Muskeln eine starke Verkrampfung auslösen.</p>
<p>Ich habe in meiner langjährigen Arbeit als Physiotherapeut und Leiter der Fuß-Schule München für Sie ein Übungskonzept entwickelt, mit dem Sie das Problem der Bildung eines Hallux valgus oder anderen Symptomen,die sich an Ihrem Fuß zeigen, mit Geschick und Fleiß selbst in den Griff bekommen können. Besuchen Sie uns!</p>
<p><strong>Herzlich, Ihr Thomas Rogall</strong></p>
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		<title>Wo die Füße laufen lernen</title>
		<link>https://www.fussschule.com/wo-die-fuesse-laufen-lernen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Rogall]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2017 10:52:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biomechanik]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In vielerlei Hinsicht sind unsere Füße ein Wunderwerk der Natur. Sie haben sich im Laufe der Evolution vom Greif- zum Trag- und Fortbewegungsorgan entwickelt. 28 Knochen sind mit 33 Gelenken verbunden, über 100 Bänder geben Halt. 20 Muskeln mit ihren starken Sehnen sorgen für die Bewegung und für festen Stand. Eine Vielzahl von Nerven machen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In vielerlei Hinsicht sind unsere Füße ein Wunderwerk der Natur. Sie haben sich im Laufe der Evolution vom Greif- zum Trag- und Fortbewegungsorgan entwickelt. 28 Knochen sind mit 33 Gelenken verbunden<span id="more-670"></span>, über 100 Bänder geben Halt. 20 Muskeln mit ihren starken Sehnen sorgen für die Bewegung und für festen Stand. Eine Vielzahl von Nerven machen den Fuß zu einem sensiblen Organ. Es können Druck, Dehnungszustand der Muskulatur, der Sehnen und Bänder gefühlt werden. Der Fuß kann Unebenheiten erkennen, einen weichen von einem harten Untergrund, warm von kalt oder spitz von stumpf unterscheiden. Jeden Tag müssen Füße tausende Tonnen Belastung bewältigen und im Laufe unseres Lebens legen wir auf ihnen zehntausende von Kilometern zurück. Obwohl sie uns überall hin tragen, wir enorme Leistungen von ihnen erwarten, werden sie oft vernachlässigt.</p>
<p>Keinem Menschen käme es in den Sinn, mit einem platten Reifen an einem Fahrrad oder Auto weiterzufahren. Eine Mehrzahl der Erwachsenen geht aber mit platten Füßen, mit Knick-, Senk-, Hohl- und Spreizfüßen durchs Leben. Sind die Füße auf den Felgen läuft etwas schief. Gelenke werden fehl belastet, Rücken, Knie und Zehen schmerzen. Der Griff zum Skalpell droht. Das Symptom wird bekämpft, aber das Problem nicht gelöst. Der Fuß wird weiter fehl belastet, nicht Mangels guten Willens, sondern trotz besseren Wissens. Kleine Abweichungen über Jahre hinweg haben große Auswirkungen – kleine Verbesserungen ebenso!</p>
<h4><b>Entdecken Sie die geniale Konstruktion Ihrer Füße</b></h4>
<p>Das Meisterwerk der Evolution ist für lebenslange Standsicherheit konzipiert. Schritt für Schritt drückt sich die Bewegung Ihres Körpers beim Gehen in Ihren Füßen ab. Die Art und Weise Ihres Ganges ist Ursache für chronische Über- und Fehlbelastungen Ihrer Füße. Gewinnen Sie federnde Elastizität und dynamische Stabilität zurück.</p>
<p>In Einzeltherapie, Kursen und Trainingsgruppen können Sie Wahrnehmung, Achtsamkeit und Koordination Ihrer Füße und Ihres ganzen Körpers erlernen und lebenslang vertiefen.</p>
<p><b>Herzlich, Ihr Thomas Rogall</b></p>
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